Standorte an der Donaugrenze

Unter den ersten römischen Truppen in Bonn waren Hilfstruppen aus Thrakien. Das gehörte zur römischen Provinz Moesia an unter unteren Donau. Mobilität war ganz wichtig im ganzen Römischen Reich. Das galt besonders für die Legionäre, denn sie mussten dorthin, wo es brannte. Daher führt die Geschichte auch an die Donau und noch weiter weg,

Zur Zeit der Kaiser Domitian und Trajan dann verschob sich der militärische Schwerpunkt an die Donau;. Hier waren vor allem die Daker zu einer ernsten Gefahr für Rom geworden. Zudem musste der Kaiser in Rom befürchten, dass der Dakerkönig sich mit anderen Völkern an der Donaugrenze gegen Rom verbündete. Die Legio XXI Rapax, die aus Mainz an die Donau versetzt worden war, ging im Kampf gegen die Daker unter.

Nach zwei überaus blutigen Kriegen eroberte Kaiser Trajan schließlich Dakien. In seinem gewaltigen Heer war auch die Bonner Legion I Minervia. Unter Trajan erreichte das römische Reich seine größte Ausdehnung: von Britannien und Germania Inferior hoch im Nordwesten reichte es bis Mesopatamia im Osten.

Die Donaugrenze wurde schwer bewacht. Nach einigen Truppenbewegungen hatten die Legionen schließlich ihre Dauerstandorte wie ihre Kameraden am Rhein.

Pannonia

Die XIII Gemina baute das Legionslager in Vindobona, heute Wien, dann kam die XIV Gemina aus Mainz, sie ging dann dauerhaft nach Carnuntum, dafür kam die X Gemina aus Nimwegen. Weiter die Donau hinab stand die I Adiutrix in Brigetio, heute Szöny in Ungarn. Nach Aquincum, etwas nördlich von Budapest, kam die II Adiutrix und errichtete ein neues Legionslager.

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Römerstadt Carnuntum
Aquincum Museum (ungarisch und englisch)

Moesia Superior und Inferior

An der unteren Donau waren die Provinzen Moesia Superior und Moesia Inferior. In Singidunum, dem heutigen Belgrad, stand die IV Flavia Felix. Das war die frühere IIII Macedonica, Kaiser Vespasian hatte sie nach dem Vierkaiserjahr aufgelöst, neu aufgestellt und an einen weit entfernten Standort geschickt. In Viminacium, dem heutigen Kostolac, stand die XII Claudia.

Moesia Inferior war die östlichste Balkanprovinz, hier standen die I Italica in Novae und die XI Claudia in Dorosturum die XI Claudia, die aus Vindonissa gekommen war.

Raetia und Noricum

Zur Zeit Kaiser Marc Aurels schließlich brachen die Markomannen, Quaden und die mit ihnen verbündeten Germanenstämme in die römischen ProvinzenRaetien, Noricum und Pannonien ein. Daraufhin hob der Kaiser neue Legionen aus. Die II Italica kam nach Lauriacum, die III Italica nach Castra Regina, heute Regensburg.

All diese Soldaten und ihre Angehörigen brauchten Verpflegung, Austattung und auch den Kontakt zur Heimat. Da liegt es nah, dass das Handelshaus Olivifer auch die Standorte an der Donau belieferte.

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